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Sozialistische Republik auf der gleichnamigen Insel der großen Antillen in der Karibik, 110 861 km², 11,35 Mio. Einwohner, Hauptstadt Habana (Havanna), Amtssprache Spanisch.
== Land und Leute ==
Nur drei größere Gebirgszüge (im Südosten bis 1972 m hoch) unterbrechen das beherrschende wellige Tiefland auf Kuba, dessen Klima subtropisch geprägt ist. Weidewirtschaft und Ackerbau (v. a. Zuckerrohr, daneben Mais, Tabak, Südfrüchte, Kaffee, Bohnen u. a.) sind daher großflächig möglich und werden in großen Genossenschaften betrieben. Die zu 37 Prozent weiße und zu knapp 62 Prozent farbige Bevölkerung lebt außerdem vom Abbau von Nickel, Kobalt, Kupfer, Eisen u. a., doch hat die politische Isolierung trotz durchgreifender Bodenreform eine Steigerung des Wohlstands in den letzten Jahrzehnten verhindert. Der Fremdenverkehr zeigt ansteigende Tendenz.
== Geschichte ==
Von Kolumbus 1492 auf seiner ersten Reise entdeckt, wurde Kuba spanische Kolonie. Die durch Zwangsarbeit, Hunger und Seuchen bald ganz ausgelöschte indianische Bevölkerung wurde durch Negersklaven ersetzt. Im 19. Jh. entwickelte sich eine Unabhängigkeitsbewegung, die von den USA unterstützt wurde, sodass es 1898 zum Krieg mit Spanien kam, in dessen Folge Kuba an die USA fiel. Sie entließen Kuba zwar 1901 in die Unabhängigkeit, doch blieb die amerikanische Kontrolle v. a. wirtschaftlich dominant.
1934 schwang sich Batista y Zaldívar zum Diktator auf und errichtete mit amerikanischer Duldung ein korruptes Terrorregiment, das in mehrjährigem Guerillakampf seit 1956 von Freischärlern unter F. Castro bekämpft und 1959 verjagt wurde. Castro wurde Ministerpräsident und baute einen sozialistischen Staat auf. Von den USA in der Region isoliert und wirtschaftlich blockiert, wandte sich Kuba ganz dem Ostblock zu, musste aber 1962 in der Kubakrise die inzwischen installierten sowjetischen Raketen unter US-Drohung wieder abbauen. Der amerikanische Druck ließ das sozialistische Modell auf Kuba nie zur Entfaltung kommen, die 1985 einsetzende sowjetische Reformpolitik und der Sturz des Kommunismus in Osteuropa raubte dem Castro-Regime den letzten Rückhalt.
Nach dem Wegfall der Sowjetunion als wichtigstem Handelspartner versucht Kuba, sich weltwirtschaftlich zu öffnen. Der Tourismus spielt eine steigende Rolle. Im Juli 2006 gab Fidel Castro die Regierungsgeschäfte aufgrund gesundheitlicher Probleme an seinen Bruder Raúl ab, dieser wurde im Februar 2008 endgültig neuer kubanischer Staatschef.